SANITÄT

Bereits seit gerau­mer Zeit rücken die Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren Öster­reichs sta­tis­tisch gese­hen zu mehr tech­ni­schen Ein­sät­zen als Brand­ein­sät­zen aus. Auf­grund moder­ner Fahr­zeug­ein­rich­tun­gen, ver­kehrs­be­ein­flus­sen­den Ein­rich­tun­gen und stren­ge­ren gesetz­li­chen Vor­schrif­ten hat die Anzahl an töd­li­chen Ver­kehrs­un­fäl­len zum Glück enorm abge­nom­men. Den­noch ste­hen unse­re Ein­satz­kräf­te regel­mä­ßig vor der Her­aus­for­de­rung mit Per­so­nen umzu­ge­hen, wel­che zum Teil schwe­re Ver­let­zun­gen erlit­ten haben. In die­sen Situa­tio­nen sind wir gemein­sam mit Not­ärz­ten und dem Ret­tungs­dienst ver­ant­wort­lich für eine pati­en­ten­ori­en­tier­te Ret­tung von Per­so­nen und deren pro­fes­sio­nel­le Erstversorgung. 

Übung macht den Meister

Um bei sol­chen Ein­sät­zen eine mög­lichst kom­pe­ten­te Betreu­ung durch­füh­ren zu kön­nen, bedarf es einem beson­ders geschul­tem Per­so­nal. Neben den ohne­hin ver­pflich­ten­den Ers­te-Hil­fe-Kur­sen wer­den unse­re Ein­satz­kräf­te im Umgang mit halb­au­to­ma­ti­schen Defi­bril­la­to­ren und der Durch­füh­rung von pati­en­ten­ori­en­tier­ten Per­so­nen­ret­tun­gen geschult. 

Neben der Durch­füh­rung von tech­ni­schen Men­schen­ret­tun­gen aus defor­mier­ten Unfall­fahr­zeu­gen fun­gie­ren unse­re Ein­satz­kräf­te außer­dem als inne­re Ret­ter bei beson­ders schwe­ren Ver­kehrs­un­fäl­len. Die­se inne­ren Ret­ter ver­su­chen dem Not­arzt und Ret­tungs­dienst best­mög­lich zu assis­tie­ren. Die Ein­satz­la­ge gestal­tet an jedem Ein­satz­ort unter­schied­lich. Gera­de des­we­gen ist es wich­tig, Hand­grif­fe zu ver­in­ner­li­chen und zu opti­mie­ren, um in Momen­ten, in denen jede Sekun­de zählt, effi­zi­ent arbei­ten zu können. 

Nicht nur die Tech­nik zählt

Um in Ein­satz­fäl­len ziel­ge­rich­tet arbei­ten zu kön­nen, bedarf es nicht nur regel­mä­ßi­ger Übung, son­dern auch moder­ner Aus­rüs­tung. Für tech­ni­sche Men­schen­ret­tun­gen ste­hen uns eine Viel­zahl an Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­den zur Ver­fü­gung, wie zum Bei­spiel zwei hydrau­li­sche Ret­tungs­sys­te­me, Korb­tra­gen, Schau­fel­tra­gen, Spi­ne­boards, ein halb­au­to­ma­ti­scher Defi­bril­la­tor, diver­se Sani­täts­ruck­sä­cke und vie­les mehr. 

Team­ar­beit

Um die gro­ße Anzahl an Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­den zu beü­ben und Ret­tungs­tech­ni­ken rich­tig zu schu­len, bedarf es eines sehr guten Aus­bil­dungs­teams. Hier­bei steht uns neben unse­rem Sani­täts­be­auf­trag­ten LM Kevin Tri­bu­ser auch unser Feu­er­wehr­arzt BFA Dr. Peter Grasl zur Sei­te. Als akti­ver Not­arzt und ver­ant­wort­li­cher Bereichs­feu­er­wehr­arzt bringt Dr. Grasl sei­ne Ein­satz­er­fah­rung und das für den Ein­satz rele­van­te medi­zi­ni­sches Wis­sen in die Schu­lun­gen rund um die Feu­er­wehr­sa­ni­tät ein.