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Sanitätsbeauftragter

 

 

LM d.S. Rene Ortner

Sanitätsbeauftragter

 

 

 

 

 

 

 

 

Allgemeines

Geschichte

 

In der Vergangenheit wurden Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren schwerpunktmäßig für die Bereiche Brandeinsatz und technischer Einsatz ausgebildet.

 

Der Bereich Erste Hilfe oder Erstversorgung blieb jedoch hinten angestellt. Der Kamerad absolvierte in der Grundausbildung lediglich einen 16h Erste-Hilfe-Kurs. Bis zum Eintreffen weiterer Einsatzorganisationen (z.B. Rotes Kreuz) mussten diese Kenntnisse für die Erstversorgung ausreichen.

 

Reicht diese Ausbildung?

 

Diese Frage stellten sich bereits sehr Viele, und es ist als positiv zu werten, dass der Landesfeuerwehrverband Steiermark ein besonderes Augenmerk auf diesen Bereich legt.

 

Durch die Schaffung des Feuerwehrsanitäter-Lehrganges an der Feuer- und Zivilschutzschule Steiermark in Lebring wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Erstversorgung des Verunfallten, egal ob Fremdpersonen oder Feuerwehrkameraden, gemacht.

 

Was macht der Feuerwehrsanitäter?

 

Die gut ausgebildeten und erfahrenen Feuerwehrsanitäter sind für das Rote Kreuz oder andere Rettungsorganisationen bei einem größeren Unfall immer wieder eine wertvolle Unterstützung.

  • Erkennung der technischen Möglichkeiten einer Feuerwehr bei einer möglichen Menschenrettung
  • Unterstützung beim Patiententransport: Unfallstelle - Triage - Transportbereich
  • Unterstützung im Behandlungsbereich
  • Unterstützung bei der Betreuung des unverletzten Abtransports

 

Ausbildung

Wie erfolgt die Ausbildung zum Feuerwehrsanitäter?

 

Um den entsprechenden Erfolg gewährleisten zu können, ist eine adäquate Ausbildung notwendig.

 

Grundlage ist ein absolvierter Erste-Hilfe-Kurs, der gemäß den laufenden Bestimmungen des steirischen Landesfeuerwehrverbandes nicht älter als 5 Jahre sein darf.

 

Der 3-tägige Fachlehrgang für den Feuerwehrsanitäter wird in zwei Bereiche aufgeteilt:

 

  • Einführung in die technische Menschenrettung. Dieser Teil wird durch die Feuerwehrschule, die dazu eine eigene Lernunterlage gestaltet hat, gelehrt.
  • Wiederholung der Ersten Hilfe mit Schwerpunkt Sofortmaßnahmen einschließlich der Vermittlung von Neuerungen und Ausbildung in einigen Teilen der Sanitätshilfe durch das Rote Kreuz.

 

Der Fachlehrgang endet mit einer theoretischen und praktischen Prüfung. Personen mit einer abgeschlossenen Sanitätshilfe-, Sanitätsgehilfenausbildung oder einem Krankenpflegediplom müssen diese Prüfung nicht ablegen.

 

Die Erste Hilfe wird für den Feuerwehrsanitäter um folgende Bereiche erweitert:

 

  • Umgang mit Beatmungsbeutel und Sauerstoffgeräten
  • Assistierte Beatmung
  • Assistenzleistung für den Feuerwehr - und Notarzt (Vorbereitung diverser Gerätschaften)
  • Traumaversorgung, Umgang mit Schienen, Stifneck, Schaufeltragen und Vakuummatratzen

 

Eine wichtige Erweiterung dieser Ausbildung ist die Vorstellung des Großunfallkonzeptes des Roten Kreuzes. Hier wird das Ablaufschema, die Grundlagen der Triage, des Patientenleitsystems und die Kennzeichnung und Erkennungsmerkmale der RK Kommandanten und Abschnittsleiter geschult.

 

Gerade der Feuerwehrsanitäter kann bei der Bewältigung eines Großereignisses einen wesentlichen Beitrag leisten.

 

Diese Art der Feuerwehrsanitäterausbildung ist in Österreich einzigartig und ist eine wichtige Bereicherung in der Notfallkette!

 

Aufgaben Ortsbeauftragter

Aufgaben des Ortsbeauftragten

 

  • Beratung des Kommandos in allen Fragen betreffend den Sanitätsbereich
  • Überprüfung der Ersten-Hilfe-Ausrüstung in den Einsatzfahrzeugen und im Rüsthaus
  • Durchführung von Aus- und Weiterbildungen der Mitglieder zum Ersthelfer oder Feuerwehrsanitäter
  • Organisierung von Impfaktionen,…